Im Kreis Heinsberg
helfen Menschen
anderen Menschen
rund um den Globus.

Wir für Ruanda - ACA

Kontakt:

 

Dr. med. Bernd Bierbaum

Grebbener Str. 12

52525 Heinsberg

 

02452-65361 (Tel.)

02452-65349 (Fax)

 

www.ruanda-kongo.de

 

 

Bankverbindungen:

Kreissparkasse Heinsbeg

Kontonr. 2307007

BLZ 312 512 20

IBAN: DE18 3125 12200002 3070 07

BIC: WELADED1ERK

 

Heinsberger Volksbank

Kontonr. 3007878078

BLZ: 390 619 81

IBAN: DE13 3906 1981 3007 8780 78

BIC: GENODED1HNB

 

Bankverbindung Amizero Y'UBUZIMA - Zentrum für Kinder mit geistiger Behinderung in Ruanda:

 

Kreissparkasse Heinsberg

Kontonr. 2311900

BLZ 312 512 20

IBAN: DE 21 3125 1220 0002 3119 00

BIC: GENODED1ERK

 

Raiffeisenbank eG Heinsberg

Kontonr. 705067011

BLZ 370 694 12

IBAN: DE71 3706 9412 0105 0670 11

BIC: GENODED1HRB

 

Über uns

Unser Verein wurde am 10. September 1994 durch den Vorsitzenden Dr. Bernd Bierbaum gegründet. Anlass für die Gründung waren insbesondere die entsetzlichen Bilder über den Völkermord in Ruanda, die uns hier in Deutschland über das Fernsehen erreichten. Vor allem die Untätigkeit der UNO, die scheinbare Machtlosigkeit der Mächtigen, die tatenlos dem unglaublichen Grauen, dem Elend zuschauten. Dr. Bernd Bierbaum wollte einfach ein Zeichen setzen.

 

 

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Unser Verein hat inzwischen 210 Mitglieder. Etwa 900 Spender, Helfer und Interessierte unterstützen uns. Die gesamte Vereinsarbeit wird nur von ehrenamtlichen Mitgliedern bzw. Vereinsfreunden geleistet: Projektplanung, Projektdurchführung, Buchhaltung, Werbung, Briefe usw. Selbst die Reisekosten nach Afrika zur Projektevaluierung und -durchführung tragen alle Reiseteilnehmer selbst, damit wirklich alle Spenden dort ankommen, wo sie ankommen sollen.

 

Was wir schon geschafft haben

In den ersten Jahren beschränkte sich unsere Arbeit in erster Linie auf reine Nothilfeprojekte, indem wir Milchpulver, Proteinkekse, Seife, Waschpulver, Kleidung, Decken, Wasserkanister und Schulmaterial per eigens von uns gecharterten Flugzeugen von Teveren aus verschickten.

 

Später führten wir Projekte durch, die den Menschen helfen sollten, wieder neuen Mut zu fassen und selbst aktiv zu werden, wie die Renovierung und Ausstattung von Schulen (z. B.: Kimihurura in Kigali, Rango oder in Goma ITIG und das Institut St Joseph) und Krankenhäusern (z. B.: Gikonko, Uniklinik in Butare, Krankenhaus Mweso im Kongo) oder die gezielte Hilfe für Frauen und Witwen in Form von Ziegenbanken. Durch Ausbildungspatenschaften soll auch Waisenkindern und armen Kindern Ausbildung ermöglicht werden.

 

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Hier eine Zusammenstellung unserer Arbeit in Zahlen:

 

1.113 Tonnen Hilfsgüter

verschickt in 

3 Großraumflugzeugen,

7   40-Fuß-Containern und

64   20-Fuß-Containern

 

Außerdem haben wir

2 große LKWs

5 Geländewagen

4 Kleinlaster

4 Kleinbusse

2 Kleinwagen

1 Traktor mit Frontlader

nach Ruanda überführt

 

2.065 Ziegen und

261 Schafe, 4 Kühe, 6 Schweine

um armen Witwen neue Hoffnung zu geben

2.499 Schüler

finanziell unterstützt, damit sie eine Schule besuchen können

 

2 Lehrschreinereien

mit Werkzeug und Maschinen ausgestattet

1 Schulschreinerei

aufgebaut und eingerichtet

1 Schulgebäude

für Straßenkinder aufgebaut

1 Krankenhaus

samt Nebengebäuden komplett saniert

6 Krankenhäuser

mit Betten und medizinischem Gerät ausgestattet

1 Zentrum für Kinder mit geistiger Behinderung

1 Wirtschaftsgebäude mit Küche und Waschküche, 1 Gebäude für Therapie und Verwaltung, 1 Gäste- und Mitarbeitergebäude, 1 Kapelle,

1 Versammlungshaus, 3 Schulgebäude

 

Insgesamt 2.496.956,47 € an Geldspenden

 

 

Als großen Erfolg sehen wir die Renovierung des Krankenhauses in Mweso weitab in den Urwäldern nördlich von Goma. 100.000 Menschen haben dort durch uns ein funktionsfähiges Krankenhaus erhalten, das auch heute, zehn Jahre danach, noch sehr gut funktioniert. Ohne uns hätten diese Menschen bis heute noch immer keine medizinische Versorgung.

 

 

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Was wir 2013 geschafft haben

Neben unserem Ausbildungspatenschaftsprojekt haben wir weitere Gebäude für das Zentrum für Kinder mit geistigen Behinderung in Kibilizi errichtet. Die ersten Bauarbeiten im Zentrum erfolgten 2007. Unser Vereinsfreund, Horst Peske, lebt seit Februar 2007 in der Nähe der alten Universitätsstadt Butare/Ruanda und baut mit den Einheimischen. Er ist inzwischen schon ein echter Ruander und kommt nur auf kurze Urlaube nach Deutschland zurück. Besonders schön ist es, dass sein Vorarbeiter, die Maurer und Hilfskräfte aus der von uns aufgebauten und ausgestatteten Schule in Rango hervorgegangen sind. Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Was ist mit dem Zentrum für Kinder mit geistiger Behinderung –

Ausbildungszentrum Lebenshoffnung oder Amizero Y´Ubuzima –

gemeint? Was baut WIR FÜR RUANDA-ACA in Ruanda auf?


Es ist statistisch erwiesen, dass kleine Mängel durch Armut zu großen Problemen werden, weil diese nicht behandelt werden und dass Menschen mit Behinderung durch Unwissenheit der Umgebung ausgegrenzt und geächtet werden.

 

WIR FÜR RUANDA-ACA durchbricht den Teufelskreis von Armut durch Behinderung und Behinderung durch Armut.

Es geht dabei um die Rehabilitation von Kindern mit dem Förderbedarf ganzheitliche Entwicklung. Das geschieht ganz im Sinne der gemeindenahen Rehabilitation auch mit den Familien und der Heimatgemeinde der Kinder. Im Mittelpunkt steht die Integration auch behinderter Menschen in das allgemeine Leben. Gleichzeitig wird pädagogisches  Fachpersonal qualifiziert und die Idee der gemeindenahen Rehabilitation und Integration in die Gemeinden getragen

Dieses Projekt mit der gemeindenahen Rehabilitation von Kindern mit geistiger Behinderung und/oder einer schweren Lernbeeinträchtigung – heutiger Sprachgebrauch: Kinder mit dem Förderbedarf ganzheitliche Entwicklung – ist das erste und einzige Ausbildungszentrum seiner Art in Zentralafrika.

Aufgaben des Zentrums Lebenshoffnung / Amizero Y’Ubuzima

  • Kinder mit geistiger Behinderung erhalten eine Grundrehabilitation

  • Fachkräfte werden ausgebildet

  • Aufklärung von Gemeindevertretern, Lehrern und der Bevölkerung über die Integration von Menschen mit geistiger Behinderung

  • Integration in die Heimatschule

 

Nähere Auskunft erteilt:        

Dr. Bernd Bierbaum          

Grebbener Str. 12             

52525 HeinsbergTel: 02452 65361

dr.bierbaum@gmx.delbier@gmx.de

 

 

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Am 10. Januar 2011 hatte der 1. Heilpädagoge seine Arbeit im Zentrum begonnen. 70 Kinder und Jugendliche hatten sich allein aus dem Ort Kibilizi angemeldet. Mr. Mpolokoso, unser Heilpädagoge und Sonderschullehrer aus Zambia, hatte und hat die schwere Aufgabe, die entsprechenden Kinder heraus zu suchen, die wirklich geistig behindert sind und nicht nur verwahrlost oder lernbehindert sind. Mit den ersten 48 Kindern arbeitet Mr. Mpolokoso bereits. Außerdem bildet er die 8 ersten Lehrer zu Sonderschullehrern aus.

 

2013 haben nun die ersten 4 Sonderschullehrer in Ruanda ihre Ausbildung beendet. Die ersten 12 Kinder konnten unser Zentrum verlassen und wurden in die Dorfschule von Kibilizi integriert. Dort werden sie weiter von 2 unserer Lehrer unterrichtet. Sport, Karate, Trommeln und Freizeitaktivitäten können sie nun mit den gesunden Kindern zusammen ausüben. Ein ganz großer Erfolg!

 

Ganz wichtig ist auch, dass die Familien der Kinder mit einer geistigen Behinderung nicht mehr geächtet werden, sondern nun ein neues Ansehen in der Dorfgemeinschaft genießen.

 

Neben den ersten Kindern aus Kibilizi kommen nun auch 12 Kinder aus Gisagara in unser Zentrum. Da es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, werden unsere Kinder mit unserem neu gekauften Minibus täglich zum Zentrum gebracht – der 1. Schulbus in Ruanda. Weiters wohnen 24 Kinder in unserem Zentrum, die derzeit noch etwas provisorisch in unserem umgestalteten Farmhaus und in einem der drei von uns neu errichteten Schulgebäude wohnen.

 

Welche Gebäude stehen bereits im Zentrum?


Neben einem Hauswirtschaftsgebäude steht ein großes Lehrer- und Gästehaus, ein Therapie- und Schulungsgebäude, ein großes Versammlungshaus, das auch von der Gemeinde für größere Veranstaltungen genutzt werden kann, 3 Schulgebäude mit jeweils 2 Klassen und Lehrerzimmer, unsere schöne Kapelle und ein schön renoviertes Bauernhaus, das derzeit Kinder beherbergt, aber später für die Lehrer gedacht ist.

In einer typischen afrikanischen Küche lernen die Kinder sich selbst Essen zubereiten.

 

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Unser aktuelles Projekt

2014 sollen für die Kinder, die zu weit weg von Kibilizi wohnen, 3 neue Wohneinheiten gebaut werden, in denen sich die Kinder zu Hause fühlen können, damit die anderen Gebäude ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt werden können.

 

Außerdem planen wir mit der Frühförderung zu beginnen, d.h. eine geschulte Kraft aus Deutschland wird mit einer/m von unseren Lehrern/innen ambulant die Dörfer in unserem Kreis besuchen, die Kleinkinder untersuchen und dann gegebenenfalls in ein ambulantes Förderprogramm aufnehmen.

Später ist auch ein Kindergarten mit Inklusion geplant.

 

 

Für unsere Arbeit in Ruanda ist es nicht nur wichtig, dass  unser Verein WIR FÜR RUANDA in Ruanda als internationale Nichtregierungsorganisation (iNGO) anerkannt wird, weil nur so es möglich ist, dass Fachkräfte, die keine Ruander sind, ein ruandisches Arbeitsvisum erhalten und für uns im Zentrum arbeiten dürfen, sondern, dass auch ein lokaler Verein, die Verantwortung für das Ausbildungszentrum übernimmt, denn nur dann können auch Gelder von der deutschen Bundesregierung für das Zentrum beantragt werden.

Während die Anerkennung von WIR FÜR RUANDA als iNGO zwar kompliziert ist und auch jedes Jahr neu in Ruanda beantragt werden muss, haben wir im Moment noch immer Probleme mit der scheinbar einfachen Gründung eines lokalen Vereins. Wir hoffen sehr, dass auch dieses 2014 gelingt.

 

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Aber auch der Kongo soll von uns nicht vergessen werden. Das Institut St Joseph in Goma/Demokratische Republik Kongo, das von uns seit Jahren immer wieder unterstützt wird (Elektrifizierung, Wassertanks, Computer, Ausstattung der Schulbibliothek durch Bücher und die gesamten Schulmöbel) wartet wieder auf einen Container mit wichtigen Schulmaterialien.

 

 

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Wünsche und Pläne

Aus Deutschland sollen Heilpädagogen in enger Verbindung mit der Universität in Butare die Ausbildung der Betreuerinnen übernehmen. Als Zukunftsvision gilt, das Fach Heilpädagogik in der katholischen Universität von Butare zu etablieren.

  

 

Regelmäßige Aktionen

Wir führen jedes Jahr eine große Weihnachtsaktion durch, bei der wir einerseits unsere Helfer und Freunde über das vergangene Jahr informieren, andererseits ein neues Projekt speziell vorstellen und dafür sammeln. Ferner sind wir seit Jahren mit einem Stand auf dem Wassenberger Weihnachtsmarkt präsent.

 

Über die lokale Presse berichten wir in unregelmäßigen Abständen von unseren Projekten und Arbeiten in Afrika, die wir selbst regelmäßig besuchen und bei denen wir auch vor Ort mit Hand anlegen.

 

Alle zwei Jahre veranstalten wir ein großes Benefiz-Sommerfest, bei dem wir die Bevölkerung mit kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt, aber auch mit Musik, Tanz und anderen abwechslungsreichen Vorstellungen unterhalten. Eine große Autoschau und ein Handwerkermarkt runden dieses Fest ab. Die gesamten Einnahmen werden für ein ausgewähltes Projekt verwendet, das wir dabei vorstellen.


Daneben möchten wir über unsere Arbeit berichten und Interessierte an Probleme Afrikas heranführen. Wir sind der Meinung, dass wir einen Informationsauftrag haben. So besuchen wir regelmäßig Schulen und berichten über Ruanda. Über Schautafeln und mit unserem kleinen Museum illustrieren wir das Land.

 

 

Aktuelles aus Heinsberg


2014 feiert der Verein sein 20 jähriges Bestehen, d.h. verschiedene Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Vom großen Rockfestival auf dem Schulhof der Hauptschule Oberbruch, Parkstraße vom 13. bis 15. Juni, über das Heinsberger Stadtfest, das in diesem Jahr ganz unter dem Motto Afrika am 13. und 14. September gefeiert wird, bis zur Galaveranstaltung am 25. Oktober.

Die Bäckerei Dick nahm zum Anlass das 20 jährige Bestehen von WIR FÜR RUANDA-ACA, jeden Monat ein neues WIR FÜR RUANDA-Brot zu backen. Vom Verkauf der Brote erhält der Verein für seine Arbeit für jedes verkaufte Brot 20 Cents! Danke, Jürgen Dick!