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Indien Hilfswerk e. V.

Kontakt:

 

Indien Hilfswerk e. V.

Mühlenteichstr. 16

52525 Heinsberg

 

02453/2364 oder

02452/88445

info@indien-hilfswerk.de

www.indien-hilfswerk.de

 

 

Bankverbindung:

Kreissparkasse Heinsberg

Kontonr. 7063464

BLZ 312 512 20

Über uns

Das Heinsberger Indien-Hilfswerk e.V.  ist ein gemeinnütziger Verein, der circa 150 Mitglieder in Deutschland hat.

 

Den Grundstein legten sozusagen ein ehemaliger Schüler des Volksschullehrers Heribert  Kamps und Herr R. S. Kannan, der damals ein Praktikum bei der Lebenshilfe für Behinderte e.V. Kreis Heinsberg machte. Herrn Kannans Vision war es, die Behindertenarbeit, die er hier kennengelernt hatte, in sein Heimatland Indien zu bringen, und dafür brauchte er Unterstützung.

 

Ein Jahr lang wurde diskutiert und versucht, einen Vorstand zu bilden. Kleine Basare wurden veranstaltet und Mitglieder geworben. Mit 7.500 DM ist Herr Kannan nach Madras zurückgeflogen, hat ein Haus angemietet und mit drei behinderten Kindern das Projekt begonnen. Das “Life Help Centre For The Handicapped (LHC)”, Madras, wurde 1977 gegründet.

 

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Aus dem Haus ist inzwischen ein großes Behindertenzentrum mit Platz für etwa 250 Menschen mit Behinderungen vom Kleinstkind bis zum Erwachsenen geworden. Es gibt zwei Schulen, Werkstätten, eine Wasseraufbereitungsanlage, eine orthopädische Abteilung und ein Frühförderzentrum. Das Zentrum ist mit einer großen Lebenshilfe in Deutschland vergleichbar. 1993 besuchte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker das LHC und bezeichnete es als Highlight seiner Indienreise.

 

Alle Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich, und so kommen alle Gelder indischen Menschen mit Behinderungen und Notleidenden direkt zugute.

 

Unser Projekt

Wir unterstützen seit vielen Jahren die Behinderten-Einrichtung "LHC" in Chennai (ehemals Madras)/Indien. Ziel dieses Zentrums ist es, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer körperlichen und/oder geistigen Behinderung aufzufangen, zu begleiten und ihnen ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Dieser langjährige Einsatz wird durch aktuelle Projekte ergänzt, wie zum Beispiel langfristige Hilfe für durch den Tsunami 2004 verwaiste Kinder,  die Soforthilfe nach dem Erdbeben in Kashmir 2005  sowie nach finanziellen Möglichkeiten auch die Unterstützung weiterer Projekte für Menschen mit Behinderungen und Notleidende.

 

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Schulkinder in Madras

Was wir schon geschafft haben

Unser Hauptprojekt ist natürlich das 1977 gegründete Life Help Centre For The Handicapped (LHC) in Chennai. Hier werden seit 35 Jahren multipel Behinderte betreut und versorgt. Ziel ist es, dass diese Kinder möglichst selbstständig werden und das Projekt sich alleine trägt.

 

Ein weiteres Projekt ist der Ceyrac-Trust. Dieses Zentrum liegt circa 40 km südwestlich von Chennai. Hier wurde die Landbevölkerung durch die Gründung einer Schule unterstützt. Außerdem wurden einkommensschaffende Maßnahmen initiiert, zum Beispiel Geräte von der Wasserpumpe bis zur Hacke ausgeliehen, damit die Menschen in der Landwirtschaft arbeiten können, sowie Material und Werkzeuge für die Herstellung von Blocksteinen für den Hausbau.

 

In dem Touristenort Mahabalipuram gibt es viel Sextourismus und somit auch Aids. Hier unterstützen wir den Verein ICWO, dessen Schwerpunkt die Aids-Prävention ist. Prostituierte führen hierfür Straßentheater auf, mit dem sie dem Zuschauerdie Augen öffnen für das, was vor sich geht.

 

Im Norden Indiens, in der Nähe von Darjeeling, wurde das Krankenhaus Navjeevan-Hospital (Navjeevan = Neues Leben) gegründet. Dies wird von uns seit 1996 unterstützt. Angefangen haben wir mit einem Generator, damit die Chirurgen operieren konnten, wenn der Strom ausfiel. Es wurde eine Kantine aufgebaut, Aufenthaltsräume eingerichtet, ein Röntgengerät angeschafft sowie ein Ultraschallgerät für die Untersuchung von Schwangeren. Als einkommensschaffende Maßnahme wurde eine kleine Bäckerei eingerichtet. Damit wird wiederum eine Schule unterstützt, in der Krankenschwestern ausgebildet werden.

 

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Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Katastrophenhilfe. Hier unterstützen wir Kinder, die durch die durch die Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 ihre Familien verloren haben sowie die Opfer des verheerenden Erdbebens in Kaschmir im Oktober 2005.

Frühförderung für Kinder

Besondere Erlebnisse und Erfolge 

Das Mädchen an Krücken, das auf unserem Flyer abgebildet ist konnte sich 1980 nur kriechend vorwärts bewegen. Durch Operationen und Training hat sie gelernt, aufrecht zu stehen und zu gehen. Sie konnte eine Schule besuchen und ist inzwischen verheiratet und hat selbst Kinder. Dies ist ein Beispiel von vielen, wie wertvoll die Spenden für benachteiligte Menschen in Indien sind und wie das Indien-Hilfswerk mit dazu beitragen konnte, das Leben für viele Menschen lebenswerter zu machen.

 

Mitinitiator eines Hilfsprojektes gewesen zu sein, das sich nunmehr in einer mehr als 30-jährigen Partnerschaft zu einer so fruchtbaren Unternehmung entwickelt hat, ist ein schöner Erfolg.

 

Wünsche und Pläne

Menschen mit Behinderungen brauchen vor allem menschliche Zuwendung. Uns liegt am Herzen, dass diese Menschen aufgefangen werden, dass Behinderte nicht versteckt werden, dass sie menschliche Zuneigung erhalten und das Gefühl, dass das Leben lebenswert ist.

 

Unser Projektpartner hat im Jahr 2008 in Kashmir eine Schule für Kinder mit Behinderungen eröffnet. Es ist die erste Behinderteneinrichtung in dieser Region, die von den Eltern und Kindern sehr dankbar angenommen wurde. Den Aufbau und die Ausstattung dieser Schule werden wir weiterhin unterstützen.

 

Im Jahr 2011 haben wir erstmalig ein Behindertenprojekt in Maharashtra unterstützt. Hier werden etwa 60 Kinder mit mehrfachen Behinderungen betreut. Die Kinder wurden zumeist als verwahrloste Straßenkinder von der Polizei aufgelesen und in die Einrichtung gebracht. Uns ist es wichtig, dass ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht wird und sie

ihren Möglichkeiten entsprechend gefördert werden.

 

Für unsere Projekte wünschen wir uns insgesamt, dass sie lebensfähig sind und auf Dauer auf eigenen Füßen stehen können.

 

Regelmäßige Aktionen

Wir sind ständig auf der Suche nach Gemeinschaften, die etwas veranstalten könnten, um für unsere Projekte Mittel zu akquirieren. So organisiert beispielsweise die Frauengemeinschaft Horst in jedem Jahr einen Adventsbasar, dessen Erlöse unserem Verein zugute kommen. Wir haben Kontakte zu verschiedenen Musikvereinen, die ihre Konzerteinnahmen unserem Zweck zur Verfügung stellen. Es gibt Fußball-Clubs, die für uns spielen und wir initiieren Projektwochen zu Indien in Schulen, wobei Sponsorengelder gewonnen werden. 

 

Anlässlich von Familienfeiern und Sterbefällen hat das Indien-Hilfswerk bereits mehrfach Spenden für die unterstützten Projekte erhalten. Die Lebenshilfe Heinsberg unterhält seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit dem LHC in Chennai und gewährt vor allem Hilfe in Theorie und Praxis, z. B. durch Hospitationen indischer Gäste in deutschen Einrichtungen oder Workshops in Indien.