| Projekt | Arbeitskreis Missio Kirchhoven |
|---|---|
| Gründung | 1984 |
| Vorsitzende | Hannelore Heuter
Lindenstraße 62 52525 Heinsberg |
| Kontakt | Hans Josef Geffers Lindenstraße 122 52525 Heinsberg Telefon: 02452 88987 Hans-Josef.Geffers@t-online.de |
Schwester Christa hat gerade einen mehrwöchigen Heimaturlaub im Kreis Heinsberg verbracht. Am 30. August hat sie in der Sonntagsmesse über ihre Arbeit berichtet.
Es bestand das Bedürfnis im Pfarrgemeinderat, einen Arbeitskreis Missio zu
bilden, um eine gezielte Arbeit vor Ort und die Mitmenschen in den ärmsten
Regionen der Welt finanziell zu unterstützen.
Viele Familien aus der
Kirchhovener St. Hubertus-Pfarrgemeinde hatten bereits Kontakt zu Schwester
Christa, die auf einer Missionsstation in Santa Cruz/Bolivien tätig ist.
Schwester Christa, geborene Gertrud Kitschen, stammt aus Waldfeucht.
Ihr Vater, Dr. Hubert Kitschen, war von 1927 bis 1945 Amtsbürgermeister von
Waldfeucht und gebürtig aus Kirchhoven.
Schwerpunkte der Arbeit des Arbeitskreis Missio sind die Sternsingeraktion Anfang Januar und die Organisation und Durchführung eines Missionsbasars mit Cafeteria im Pfarrheim am Weltmissionstag Ende Oktober eines jeden Jahres.
Unser Arbeitskreis hat zur Zeit acht Mitglieder.
Unsere Ansprechpartnerin ist seit vielen Jahren Schwester Christa in Santa
Cruz/Bolivien. Das vordringlichste Problem sind dort die vielen Kinder, die
wirklich auf der Straße leben und niemanden haben, der sich um sie kümmert.
Außerdem gibt es viele Kranke, die unversorgt bleiben, weil sie Medizin oder
notwendige Operationen nicht bezahlen können.
Ende 1989 konnten wir mit unseren Spenden den Bau eines Gemeindehauses
ermöglichen, das für den Schulunterricht, die medizinische Versorgung und viele
andere Zwecke dient.
Im Jahr 1995 wurde mit unserer Hilfe eine neue Schule mit Kindertagesstätte
gebaut. Der Schulunterricht fand bis dahin unter Palmen und in zwei Häusern
eines gemieteten Hauses mit einem "vornehmen" Plastikdach statt.
100 Kinder sind es, die täglich in die Kindertagesstätte kommen und rundum
versorgt werden. Etwa 60 Kinder kommen halbtags zum Essen und Spielen und machen
ihre Schulaufgaben. Die Schule ist auf 1300 Schüler angewachsen, die aus armen
Familien kommen.
In den letzten Jahren wurde ein Projekt zum Anbau von Klassenräumen am
Gymnasium realisierbar gemacht und ein großer Computerraum und ein Raum für
Näh- und Technikkurse wurde errichtet. In der vorhandenen Schreinerei sind
Maschinen angeschafft worden, damit die Schüler der höheren Klassen nebenbei
einen Beruf erlernen können und einen Abschluss erhalten.
Das Jahr 2007 begann mit großen Überschwemmungen. Viele Familien, die alles
verloren hatten, kamen zu den Schwestern in die Barrios und mussten nun
völlig neu anfangen.
In den nächsten Jahren muss dringend ein neuer Kindergarten gebaut werden.
Der vorhandene Kindergarten ist ein niedriges Häuschen aus Lehm. Die Fenster
sind außergewöhnlich klein. Es regnet hinein und die Kinder sitzen den
ganzen Tag bei künstlichem Licht.
Das nötige Geld ist noch lange nicht beisammen. Für die Innenausstattung,
z.B. für Tische, Stühle, Küche, Herd etc. ist noch kein Fond da. Wohl aber
sind hunderte Kinder da, die auf den Beginn der Bauarbeiten warten.
Schwester Christa schreibt, dass lange Wartelisten vorliegen und ihr fast
das Herz bricht, wenn sie jeden Tag weinende Mütter abweisen muss, weil
wirklich kein Platz mehr da ist.
am 24. und 25. Oktober findet der traditionelle Verkaufsbasar im Pfarrheim in Kirchhoven statt.