| Projekt | Arbeitskreis Dritte Welt Haaren |
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| Gründung | Mitte der 1960er Jahre |
| Vorsitz | Hans von Birgelen |
| Kontakt | Hans von Birgelen
Waldweg 50 52525 Waldfeucht Tel. 02455 1880 |
Dennoch: Auch nach dem plötzlichen Tod von Pater Franz Houben geht die Hilfe der Haarener weiter. Schwerpunkte bleiben die Förderung des Cheshire Home Anamulenge (geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche), "CAA" (Catholic AIDS Action, eine landesweite Organisation zur Hilfe für AIDS-Waisen und die Notfallhilfe in der Owambo-Region um Okatana.
Über 30 Jahren hat der Arbeitskreis Dritte Welt in Haaren Pater Franz Houben in Namibia unterstützt. Jetzt geht die Hilfe mit neuem Partner weiter.
Ganz im Sinne des Verstorbenen plant der Vortsand des Arbeitskreises nun eine Stiftung zu gründen, die das Tonateni-Zentrum, also die AIDS-Hilfe und eine Suppenküche, unterstützt.
Der Verein "Arbeitskreis Dritte Welt Haaren" besteht seit 1970. Er hat das Ziel, Menschen in
Entwicklungsländern durch die Förderung von Projekten zu unterstützen, die die Gesundheit und
den Fortschritt der Bevölkerung zum Ziel haben.
In den Anfangsjahren halfen die Haarener einem niederländischen Steyler Pfarrer auf
der philippinischen Insel Mansalay. Als Franz Houben 1975 in der Haarener Pfarrgemeinde zum
Priester geweiht wurde und in die Mission nach Namibia ging, haben wir ihm Unterstützung aus seiner
Heimat zugesagt.
Der Arbeitskreis hat etwa 32 bis 34 zahlende Mitglieder, die sich je nach Projekt unregelmäßig zusammenfinden. Die Frauengruppe trifft sich einmal wöchentlich.
Wir machen jedes Jahr am Volkstrauertag eine zweitägige Missionsausstellung im Pfarrsaal oder
in der Schule, bei der Produkte aus der Dritten Welt und Selbstgemachtes verkauft werden.
Dazu wird die Hälfte der Sternsingeraktion an die Catholic Aids Action in Namibia gespendet.
Wir arbeiten außerdem eng mit der örtlichen Hauptschule zusammen. Damit wollen wir
den Kindern das Thema Dritte Welt nahe bringen und ihr Wissen vertiefen.
Zum anderen übernehmen die Schüler und Schülerinnen auch kleine Patenschaften für
eine Schule im Norden Namibias, sie sammeln Geld mit Sponsorenläufen und anderen Aktionen.
Uns geht es darum, bei den Kindern frühzeitig ein Bewusstsein zu verankern.
Dadurch, dass Pater Houben von hier stammt, steht der ganze Ort hinter dem Projekt und
unterstützt uns.
Pater Franz Houben war im Norden Namibias tätig, in der Owambo-Region direkt
an der angolanischen Grenze. Dort betreute er Projekte in Zusammenarbeit mit der
katholischen Mission. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist der Bau von Brunnen, die die
Bevölkerung in diesem trockenen Gebiet mit Trinkwasser versorgen.
Pater Houben arbeitete außerdem zusammen mit der Catholic Aids Action (CAA). Dieses
Projekt wurde 1998 gegründet und hat sich als erste konfessionelle Organisation um AIDS-Kranke
gekümmert. AIDS ist ein riesiges Problem in diesem Land. Heute ist die CAA die größte
Nichtregierungsorganisation in Namibia, die AIDS-Kranken hilft. Auch hierfür werden
Spendengelder aus Haaren eingesetzt.
Eine der größten Aktionen unseres Arbeitskreises war 1990 die Herstellung eines Bohrgerätes hier im Ort, das nach Namibia transportiert wurde. Dort wurden Einheimische angelernt, die damit frisches Wasser aus der Erde fördern. Wir nannten das Bohrgerät gewissermaßen ein Geschenk zur Unabhängigkeit Namibias. Der damalige Staatspräsident Nujoma hat uns sogar zu einem Empfang eingeladen. Wir waren sehr beeindruckt, dass er sich Zeit für die Mitglieder unseres Arbeitskreises genommen hat. Ein besonderer Erfolg ist natürlich auch, dass der Arbeitskreis schon so lange besteht.
Über den Aufbau der Stiftung hinaus setzen wir setzen uns keine neuen Ziele, sondern werden das weiterführen, was wir angefangen haben. Unsere Hilfe ist langfristig angelegt, sie soll verlässlich sein. Eine Reihe unserer Mitglieder hier haben Patenschaften übernommen und sich damit auch langfristig zur Hilfe verpflichtet.
Besonders wichtig ist, dass die Menschen sauberes Wasser haben. Dann gibt es viele große Familien, die Nahrungsmittel benötigen. Bedürftige Kinder brauchen Schulbücher und jeden Tag ein warmes Schulessen.