| Projekt | Eine-Welt-AG Cusanus-Gymnasium |
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| Gründung | 1980 |
| Vorsitz | Bruno Bürger, Frank Joussen |
| Kontakt | Bruno Bürger Schulring 6 41812 Erkelenz 02431 70025 www.eine-welt-ag.de bruno.buerger@t-online.de f_joussen@t-online.de |
Die Eine-Welt-AG des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz ist ein Gemeinschaftsunternehmen von SchülerInnen und LehrerInnen. Mit vielfältigen Informations- und Aufklärungsaktionen versucht die AG, die seit nunmehr 28 Jahren ohne Unterbrechung besteht und in der zur Zeit ca. 30 SchülerInnen und 5 LehrerInnen mitarbeiten, ihren MitschülerInnen die Möglichkeit zu verschaffen, über den ‚Tellerrand' der Schule hinauszublicken, Vorurteile gegenüber anderen Kulturen abzubauen und deutlich zu machen, was es bedeutet, Teil einer Welt zu sein.
Zurzeit 5 Lehrpersonen und ca. 30 Schüler(innen)
Als Mitglied im Trägerkreis "Sozialer Dienst für Frieden und Versöhnung"
organisiert die AG ein Freiwilligenprogramm, indem sie AbiturientInnen nicht nur
unserer Schule einlädt, Jugendliche anderer Länder und Kulturen kennenzulernen, mit
ihnen ein Jahr lang unter ihren Lebensbedingungen zusammenzuleben und gemeinsame Schritte
auf dem Weg eines friedlichen Miteinanders zu gehen.
Die AG betreibt darüber hinaus einen "Eine-Welt-Laden" und unterstützt durch den Erlös
aus Schülerkonzerten, Weihnachtsbasaren, Sponsorenläufen etc. Entwicklungsprojekte in
Brasilien, Indien und demnächst Burundi, in denen die von der AG ausgewählten Freiwilligen
mitarbeiten; eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in Indien befindet sich im Aufbau.
Konkret besteht in Brasilien eine partnerschaftliche Verbindung zur Gemeinschaftsschule
"Erziehung zur Befreiung" in Salvador/ Bahia.
Wer bei Brasilien nur an Samba und Strand denkt, verschließt
die Augen vor den weniger schönen Seiten des Landes. Die wirtschaftliche
Notlage und der damit einhergehende Rückzug des Staates aus der sozialen Verantwortung
nimmt vor allem Kinder und Jugendliche das Recht auf eine menschenwürdige Existenz.
Seit 1998 unterstützt die Eine-Welt-AG des Cusanus-Gymnasiums deshalb das Straßenkinderprojekt
des Aluisio Pereira in einer Favela der nordost-brasilianischen Stadt Salvador.
Die Kinder werden in der Schule ‚Educcao para liberdade' im Sinne des Befreiungstheologen
Paulo Freire unterrichtet. Der Schule angeschlossen ist mittlerweile auch eine Gesundheits-
bzw. Sozialstation. Daneben bietet das Projekt den Jungen und Mädchen nachmittägliche Betreuung
in Form von Capoeira-Tänzen, Musik- und Instrumentalgruppen, Fußballturnieren, Verkauf von selbst
zubereiteten Speisen zur Mitfinanzierung der Projektarbeit usw.
Die Freiwilligen werden je nach Bedarf und Fähigkeit entweder in der schulischen bzw.
außerschulischen Projektarbeit oder in der Sozialstation eingesetzt.
Die Eine-Welt-AG unterstützt des Weiteren ein Projekt tief im Sertao, dem Trockengebiet
im Nordosten Brasiliens. In der Kleinstadt Pilao Arcado/ Bahia hat der deutsche Pater Wilhelm Mayer eine große Gemeinschaft innerhalb seiner Pfarrgemeinde San Antonio aufbauen können. Der Freiwillige soll dort je nach Bedarf und Talent im Kindergarten, in der Bibliothek oder in der Sozialstation eingesetzt werden. Außerdem kann er sich in weiteren sozialen Projekten und in der Jugendarbeit engagieren.
Unser Partner in Indien ist das I.D.E.A.S.-Kinderheim von Avvari Showraiah in Tiruvuru,
Andhra Pradesh .
Indien, der zweitstärkste Bevölkerungsstaat der Welt, zieht jeden in seinen Bann. Auf
der Schattenseite stehen Straßenkinder, körperlich und geistig Behinderte sowie Kranke.
Für diese Menschen setzt sich die "Eine-Welt-AG" ein.
Die Kleinstadt Tiruvuru liegt im ländlichen Teil Andhra Pradeshs, ca. 50 km entfernt von der
Millionenstadt Vijayawada. Das Kinderheim von I.D.E.A.S.(= Initiatives in Development, Empowerment
and Awareness Society), in dem neben dem Leiter drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und eine Köchin
arbeiten und zurzeit ca. 50 Jungen betreuen, ist der Haupteinsatzort des/der Freiwilligen.
Die Arbeit mit Straßenkindern in nahe gelegenen Zentren sowie die regelmäßige und systematische
Betreuung von domestic workers (entrechtete weibliche Hausangestellte) in Vijayawada sind weitere
Betätigungsfelder.
Mit ihrem Freiwilligendienst bringt die Eine-Welt-AG den Willen zum Ausdruck, AbiturientInnen die
Fähigkeit zu vermitteln, die eigene Kultur aus einer gewissen Distanz heraus zu betrachten und
damit das Bewusstsein für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung unter den Völkern zu fördern.
Alles daransetzen, damit auch in 2008 das Kinderheim in Indien weitergeführt sowie das Lehrpersonal im Schulprojekt des Aluisio Pereira bezahlt werden kann.
Dass durch unsere Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Indien, Brasilien und Burundi der gemeinsame Lernprozess zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Kultur weiter gefördert wird.