Malabon-Lauf: 20 000 Euro für die Philippinen
930 Schülerinnen und Schüler für guten Zweck auf den Beinen.
ausführlicher Bericht
hier:
Unterstützung auf den Philippinen
Hilfe zur Selbsthilfe in den Slums von Manila
Eine kleine Projektgruppe in Übach-Palenberg, geleitet von dem Herzogenrather Gymnasiallehrer Herbert Schmerz,
sammelt Geld für die Gesundheitsfürsorge von Slumbewohnern am Rand der philippinischen Hauptstadt.
Unterstützt werden aber auch Bildungseinrichtungen.
Seit wann besteht Ihre Organisation?
Seit Januar 1987, wir feiern also in diesem Jahr das
20jährige Bestehen unserer Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnern auf den Philippinen.
Gegründet würde der Verein durch den früheren Marienberger Allgemeinmediziner Dr. Dieter Jacobs
Wie viele Mitglieder oder Helfer haben Sie?
Unsere Projektgruppe hat nicht viele Mitglieder (ca. 50), 12-15 Mitglieder
treffen sich regelmäßig alle zwei Monate um die Projekte zu beraten und abzustimmen, bzw. um
neue Initiative zu planen.
Darüber hinaus haben wir zahlreiche Paten für unsere Schulprojekte, Sponsoren und Spender
Apen Santos koordiniert das Schulprojekt.
Jeden Sonntag trifft er sich mit Schülern
Gab es einen besonderen Anlass zur Gründung?
Dieter Jacobs hat mehrmals während seines Urlaubs unentgeltlich für das
"Komitee Ärzte für die Dritte Welt" in Frankfurt auf den Philippinen gearbeitet,
speziell auf dem "berühmten" Müllberg Smoky Mountain in Tondo, Manila. Er hat dort in Form
der Rolling Clinic gearbeitet, kam immer wieder frustriert und unzufrieden zurück, weil er sah,
dass eine rein curative Medizin, die nicht die Situation der Menschen umfassend ändert,
die Situation nur kurzfristig verbessert.
Das Leben im Slum ist hart
Welche Aktionen führen Sie regelmäßig durch?
S
poradische sind immer wieder Beteiligungen an diversen Pfarrfesten
und ähnlichen Veranstaltungen, um auf unsere Arbeit hinzuweisen. Regelmäßig
veranstaltet die Gemeinde Scherpenseel Wiesenfeste mit Beteiligung bayrischer
Freunde, die ein zünftiges Oktoberfest veranstalten (zuletzt wurde auch das
"Snowworld" in Landgraaf, NL). Weiterhin veranstalten die beiden Gymnasien in
Herzogenrath und Übach-Palenberg in regelmäßigen Abständen sog. Malabonläufe, bei denen
SchülerInnen Sponsoren für jeden gelaufenen Km in einer Stunde suchen. Bei den letzten
beiden Läufen in Herzogenrath wurden jeweils 25.000 bzw. 20.000 Euro erlaufen. Highlights
in jedem Jahr sind die Kunstausstellungen "Künstler für Malabon", die in diesem Jahr
auch 20 Jahre alt werden. Am 4. Nov. November findet auf Burg Rode in Herzogerath die
25. Jubiläumsausstellung mit dem Mitbegründer der Ausstellungsreihe René Carcan statt,
der leider viel zu früh 1993 im Alter von 67 Jahren in seiner Heimatstadt Brüssel verstarb.
Welche Projekte haben Sie bereits unterstützt?
Begonnen haben wir mit dem Bau eines Basisgesundheitshaus in Damopalit, Malabon,
Manila. Hier werden jeden Sonntag die Slumbewohner unentgeltlich von einem einheimischen
Arzt und einer Zahnärztin versorgt. Wie haben eine Holz- und Nähwerkstatt aufgebaut, die
inzwischen selbständig arbeiten. Weiteres Hauptstandbein sind die Schulausbildung
(hier Collegeausbildung) in Manila und auf Bohol, einer Nachbarinsel südl. von Luzon.
Bisher konnten mehr als 200 Schüler beruflich ausgebildet werden, die jetzt einen Job haben
und für Ihre Familien verantwortlich sind (einschl. der schulischen Ausbildung ihrer Geschwister).
Seit zwei Jahren kümmern wir uns auch um die Versorgung von ca. 40
Straßenkinder in Tondo, Manila.
Ohne Hilfe aus Übach-Palenberg könnten diese Kinder nie zur Schule gehen
Was würden Sie als den bisher grössten Erfolg bezeichnen?
Die Beurteilung sollte man anderen überlassen, die unvorbelastet die Projektarbeit
beurteilen. Aus meiner Sicht
vielleicht die gewonnene Auseinandersetzung um die Clinic, die man uns wegnehmen wollte.
Was wünschen Sie sich Ihr Projekt?
Dass wir weiterhin die Kraft haben zusammen mit unseren Ansprechpartnern,
d.h. Father Elpidio ‚Boy' Biliran jr.(Gemeindepriester, der zuständig ist für d
ie Gesamtorganisation), Dina Santos (kümmert sich um die Klinikarbeit) und Apen Santos
(kümmert sich um das Schulprojekt); dass wir weiterhin genügend Sponsoren finden, die uns
bei unserer Arbeit unterstützen.
Eine medizinische Grundversorgung dank des Geldes aus Deutschland
Gab es ein besonderes Erlebnis/Ereignis während der Hilfsmaßnahmen/Aktionen?
Sie aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Eins bleibt aber immer haften:
in die Augen glücklicher Kinder und deren Eltern zu schauen.