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Spendenkonto Nr. 31500
Kreissparkasse Heinsberg
BLZ 312 512 20

Projekt Wir für Ruanda - ACA
Gründung 10. September 1994
Vorsitz Dr. med. Bernd Bierbaum
Kontakt Wir für Ruanda - ACA
Grebbener Str. 12
52525 Heinsberg
Tel. 02452 65361
Fax: 02452 65349
www.ruanda-kongo.de

Aktuelles

Benefizkonzert für den Transport einer Offset-Druckmaschine
Eine Offset-Druckereimaschine für Kinshasa Transportfinanzierung durch Benefizkonzert am 4. Oktober in der ev. Kirche in Heinsberg durch Jürgen Wellens

"Es gibt gut ausgebildete Leute im Kongo und viele, viele lern- und wissbegierige Jugendliche, aber so gut wie keine Schulungsmaterialien und auch keine Bücher und keine Maschinen, um selbst etwas zu erzeugen." erzählt Pater Dominiek. Da kam das Angebot von Herrn Landrat Stephan Pusch an Dr. Bierbaum gerade richtig. Der Kreis hat eine gebrauchte, gute, noch voll funktionstüchtige Offset-Druckereimaschine, die aber seit Jahren nicht mehr benutzt wurde. Dr. Bierbaum war von der Idee, diese Maschine zu übernehmen, sofort begeistert, denn er wusste, dass sie ideal für Pater Dominiek ist.

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Wir für Ruanda - ACA

Hilfe seit dem Völkermord in Ruanda

Der Verein "Wir für Ruanda - ACA" setzt sich seit dem Völkermord in Ruanda für humanitäre Projekte in Ruanda und im Bereich der Großen Seen im zentralen Afrika ein. Er hilft, Schulen und Krankenhäusern zu renovieren und auszustatten sowie Frauen und Witwen in Form von Ziegenbanken. Alles sind Projekte, die den Menschen in Ruanda helfen sollen, neuen Mut zu fassen.


 
 
Gab es einen besonderen Anlass zur Gründung?

Der Völkermord in Ruanda und die danach einsetzende Flüchtlingswelle erschütterte die Menschen. Viele wollten helfen und nicht mehr untätig bleiben. Bernd Bierbaum folgte dem Ruf von CARE Deutschland, die dringend Ärzte für die Flüchtlingslager rund um Goma (Demokratische Republik Kongo) suchte. Drei Millionen ruandische Flüchtlinge lebten in unvorstellbaren Verhältnissen. Eine Ruhr- und Cholerawelle raffte allein am 24. Juni 1994 über 6000 Menschen dahin. Nachdem Dr. Bierbaum dort gearbeitet hatte, reifte in ihm der Wunsch, weiter zu helfen. Zur Gründungsversammlung kamen bereits 37 engagierte Freunde.

Wie viele Mitglieder/Helfer/Unterstützer haben Sie?

210 Mitglieder sowie 892 Spender, Helfer und Interessierte arbeiten im Verein mit. Die gesamte Vereinsarbeit wird von ehrenamtlichen Mitgliedern bzw. Vereinsfreunden geleistet: Projektplanung, Projektdurchführung, Buchhaltung, Werbung und Briefe. Selbst die Reisekosten nach Afrika zur Projektevaluierung und Projektdurchführung tragen alle Reiseteilnehmer selbst, damit wirklich alle Spenden dort ankommen, wo sie ankommen sollen.

Welche Aktionen führen Sie regelmäßig oder sporadisch durch?

Wir führen jedes Jahr eine große Weihnachtsaktion durch, bei der wir einerseits unsere Helfer und Freunde über das vergangene Jahr informieren, andererseits ein neues Projekt speziell vorstellen und dafür sammeln. Ferner sind wir seit Jahren mit einem Stand auf dem Wassenberger Weihnachtsmarkt präsent.
Alle zwei Jahre veranstalten wir ein Sommerfest, bei dem wir die Bevölkerung mit kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt, aber auch mit Musik, Tanz und anderen abwechslungsreichen Vorstellungen unterhalten. Eine große Autoschau und ein Handwerkermarkt runden dieses Fest ab. Die gesamten Einnahmen werden für ein ausgewähltes Projekt verwendet, das wir dabei vorstellen.
Daneben möchten wir über unsere Arbeit berichten und Interessierte an Probleme Afrikas heranführen. Wir sind der Meinung, dass wir einen Informationsauftrag haben. So werden wir bei unserem diesjährigen Afrikafest zusammen mit der Organisation Dialog International den jährlichen Kongotag in Oberbruch abhalten, zu dem hochrangige Wissenschaftler und Experten kommen werden.

Welche Projekte haben Sie bereits unterstützt?
In den ersten Jahren unterstützten wir die Arbeit der Schwestern des Instituts St. Bonifatius in den Flüchtlingslagern rund um Goma mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Kleidung und sanitären Artikeln (Seife, Waschpulver), verschickt in drei selbst gecharterten Großraumflugzeugen von Teveren aus. Später führten wir Projekte durch, die den Menschen helfen sollten, neuen Mut zu fassen und selbst aktiv zu werden, wie das Renovieren und Ausstatten von Schulen und Krankenhäusern oder die gezielte Hilfe für Frauen und Witwen in Form von Ziegenbanken.
Gab es ein besonderes Erlebnis während der Hilfsmaßnahmen?

Nein, außer dem üblichen Kampf mit Behörden (Militär, Zoll), den man überall in Afrika erlebt. Dabei muss man wissen, dass die Angestellten von Behörden, ob beim Zoll, beim Militär oder im Schuldienst, häufig keinen Lohn bekommen und daher für ihr eigenes Überleben und das ihrer zahlreichen Verwandten anderweitig sorgen müssen.

Was würden Sie als Ihren größten Erfolg bezeichnen?

Die Renovierung des Krankenhauses in Mweso weitab in den Urwäldern nördlich von Goma. 100000 Menschen haben dort durch uns ein funktionsfähiges Krankenhaus erhalten, das auch heute, fünf Jahre danach, noch sehr gut funktioniert. Ohne uns hätten diese Menschen bis heute noch immer keine medizinische Versorgung.

Was haben Sie 2007 vor?

Neben unserem Ausbildungspatenschaftsprojekt wollen wir die ersten Gebäude für das Zentrum für Kinder mit einer geistigen Behinderung in Kibirizi errichten. Die Versorgung mit Wasser und die vollständige Elektrifizierung des Instituts St. Joseph (Gymnasium) in Goma ist bereits in diesem Jahr erfolgt, wobei diese Schule jetzt die am besten ausgestattete Schule in der Provinz Nordkivu (Demokratische Republik Kongo) ist. Wir haben diese und vier weitere Schulen in der Region mit zehn Tonnen an Schulbüchern für alle Fachrichtungen und Jahrgänge jeweils in Klassenstärke ausgestattet.

Was benötigen die von Ihnen unterstützten Menschen am dringendsten?

Ausbildung in jeglicher Form - schulisch wie auch handwerklich.

Was wünschen Sie sich für Ihre Organisation und für die Projekte, die Sie unterstützen?

Wir wünschen uns, dass das Interesse der Öffentlichkeit nicht erlahmt.
Ganz aktuell haben wir ein für den Fortbestand des Vereins existenzielles Problem. Unser Vereinszentrum ist das ehemalige Alte Wasserwerk von Glanzstoff, das uns 1995 im Rahmen eines Gestattungsvertrages als "Vereinshaus" überlassen wurde. Wir haben das Gebäude renoviert und als Treffpunkt, kleines Museum und Dokumentationszentrum unserer Arbeit eingerichtet. Dort wird unser gesamtes Material für Afrika gesammelt und verpackt. 71 Container mit Hilfsgütern konnten wir so bereits nach Afrika schicken. Dieser Gestattungsvertrag ist uns zum 31.07.2007 vom Industriepark Oberbruch gekündigt worden.
Der Verein "Wir für Ruanda - ACA" braucht für seine Organisation, seine Arbeit und seine Projekte dieses Alte Wasserwerk, zumal kein Ersatz in Sicht ist. Deshalb haben wir die Verantwortlichen im Industriepark gebeten, die Kündigung zu überdenken und zurückzunehmen. Wir hoffen, dass unserer Bitte entsprochen wird.