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Spendenkonto Nr. 31500
Kreissparkasse Heinsberg
BLZ 312 512 20

Projektname Hilfskreis Rumänien
Gründung Der Verein wurde 1991 durch mehrere heute noch tätige Vereinsmitglieder gegründet.
Vorsitz 2. Vorsitzender Karl-Heinz Nieren
Kontakt Hilfskreis Rumänien, Karl-Heinz Nieren
Lessingstraße 9
52511 Geilenkirchen
Tel.: 02451 7852
karl-heinz.nieren@gmx.de

Hilfskreis Rumänien

Der Hilfskreis Rumänien organisiert seit 16 Jahren Hilfsgüter-Transporte nach Rumänien. Damit werden Kinderheime, Krankenhäuser und Privatfamilien unterstützt. Ein großes Anliegen ist für den Verein, die alten Menschen in Rumänien zu versorgen, die häufig unter menschenunwürdigen Bedingungen ihr Leben fristen müssen.

 
 

Gab es einen besonderen Anlass zur Gründung des Hilfsprojektes?

Nach dem Ende des Ceausescu-Regimes gingen viele schockierende Bilder vor allem von den Zuständen in den Kinderheimen durch die Medien. Die Armut und die Bedingungen, unter denen die Kinder in Rumänien leben mussten, haben mich und viele Freunde sehr betroffen gemacht. Wir hatten das Gefühl: Hier müssen wir helfen.

Den Anstoß zu handeln bekamen wir dann durch einen katholischen Priester aus Rumänien, der zu dieser Zeit in unserer Gemeinde war. Er berichtete im Gottesdienst über die erschreckende Armut und die Verhältnisse in den Heimen. Wir trafen uns mit ihm und fragten, wie wir helfen könnten. Er sagte, alles werde gebraucht. Und so sammelten wir alles, was in kürzester Zeit zusammen zu bekommen war, packten es auf unsere Hänger und fuhren mit unseren Autos 1991 zum ersten Mal nach Rumänien.

Wie viele Mitglieder oder Helfer haben Sie?

Wir sind ein gemeinnütziger Verein mit 15 Mitgliedern. Im Bedarfsfall können wir auf eine große Zahl ehrenamtlicher Helfer zurückgreifen. Die Organisation wird von den Mitgliedern privat finanziert, die Transporte durch Spenden, so dass jeder Euro, jede Spende der Hilfe vor Ort zugute kommt.

Welche Aktionen führen Sie regelmäßig durch?

Wir sammeln Hilfsgüter wie Kleidung, Krankenhauseinrichtungen, Rollstühle und Gehhilfen, Fahrräder, Maschinen und Werkzeuge sowie viele Dinge des täglichen Bedarfs.

Was aktuell gebraucht wird, erfahren wir über die Mitglieder unserer deutsch-rumänischen Stiftung, mit denen wir uns wöchentlich austauschen. Die Gründung einer Stiftung war notwendig, da ansonsten von der rumänischen Regierung unsere Transporte ab einem bestimmten Datum nicht mehr ins Land gelassen worden wären.

Unsere PR funktionierte bisher fast ausschließlich über Mundpropaganda und in der Vorweihnachtszeit über Zeitungsartikel in der örtlichen Presse.

Jeder unserer Fahrer war so betroffen nach seiner Rückkehr aus Rumänien, dass er wiederum viele Kollegen und Freunde für unser Projekt gewann. Früher fuhren wir im Konvoi von meist fünf LKWs zweimal im Jahr; ab 1996 gab es acht bis neun Mal im Jahr Hilfstransporte mit unserem eigenen 30-Tonner, der uns von einer ortsansässigen Dachdeckerfirma gespendet worden war. Seit 2003 erledigt eine Spedition die Transporte. Bis zum Abtransport werden die Güter in einer uns kostenlos zur Verfügung gestellten Halle, in der mehr als 4000 Bananenkartons Platz haben, deponiert.

Welche Projekte haben Sie bereits unterstützt?

Wir haben uns mit Geldspenden und Hilfsmitteln am Aufbau einer Sozialstation beteiligt. Für Kindergärten lieferten wir Spielzeug und für Schulen Unterrichtsmaterial und Einrichtungen. Wir unterstützen Kinderheime mit Betten, Kleidung sowie Krankenhäuser mit medizinischen Geräten. Familien versuchen wir mit Dingen des täglichen Bedarfs unter die Arme zu greifen, aber auch alles, was der Gemeinschaft insgesamt nützt, bringen wir vor Ort.

Wir organisierten Transportmittel wie zum Beispiel einen VW-Bus für ein Dorf und zuletzt sogar ein Fährboot als Ersatz für eine nicht mehr befahrbare Brücke über den Mures.
Eines unserer großen Anliegen sind zurzeit die Altenheime und auch ganz allgemein alte Menschen, vor allem Frauen, die häufig unter unbeschreiblichen Bedingungen ihre letzten Lebensjahre verbringen müssen.

Was würden Sie als den bisher größten Erfolg bezeichnen?

Von "einem" großen Erfolg können wir eigentlich nicht sprechen. Jeder Mensch zählt. Zu sehen, dass wir die Armut lindern können, ist ein großer Erfolg für uns. Ebenso, dass es durch uns alten und behinderten Menschen ermöglicht wurde, in menschenwürdigen Verhältnissen zu leben.

Was haben Sie für 2009 vor?
Vorrangig werden wir unsere bisherige Arbeit fortsetzen und uns vor allem um alte Menschen kümmern, die entweder noch eigenständig in ihrer Wohnung leben oder in Altenheimen wohnen. Zur Versorgung eines kleinen Krankenhauses wollen wir durch qualifizierte Sachspenden aus dem medizinischen Bereich beitragen. Alte Menschen und Behinderte wollen wir durch entsprechende Hilfen (Rollstühle, Rollatoren, etc.) unterstützen. In der Vorweihnachtszeit werden wir wieder einen Transport Lebensmittelpakete füralte und bedürftige Menschen nach Rumänien schicken.
Was wünschen Sie sich für die Projekte, die Sie betreuen?

Viele nützliche Sachspenden, aber vor allem auch Geldspenden, die in den letzten Jahren merklich geringer geworden sind.

Was benötigen die von Ihnen unterstützten Menschen am dringendsten?

Einzelpersonen, vor allem ältere Menschen, benötigen finanzielle Unterstützung, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Altenheime brauchen Sachspenden wie Rollstühle, Betten, Matratzen, Bettwäsche sowie große und kleine Küchengeräte und ähnliches. Finanzielle Unterstützung ist natürlich ebenfalls erforderlich.

Gab es ein besonderes Erlebnis oder Ereignis während der Hilfsmaßnahmen und Aktionen?

Viele!!! Vor allem immer wieder die Freude bei den Menschen über die Hilfe. Besonders bewegt hat uns das Zusammentreffen mit einem beidseitig beinamputierten Mann. Er lebte allein und hatte die letzten 15 Jahre sein Zimmer nicht verlassen, da er sich nicht fortbewegen konnte. Er bekam von uns zwei Rollstühle einen für die Wohnung und einen für die Straße - und konnte endlich wieder raus!

Aufgrund einer eingestürzten Brücke (die nächste Brücke über den Mures ist ca. 60 km entfernt) mussten die Kinder eines Dorfes eine stundenlange Fahrt auf Schotterstraßen auf sich nehmen, um zur Schule zu kommen. Das bedeutete, um vier Uhr früh aufzustehen und erst abends wieder nach Hause zu kommen. Durch die Lieferung eines Fährbootes wurde den Kindern wieder ein "normaler" Schulweg ermöglicht.

Durch unsere Hilfe konnte ein kleines Dorfkrankenhaus (ca. 30 Betten) für einen Umkreis von 60 km seine Funktion wieder aufnehmen.