| Projekt | Hilfsprojekte in Südindien |
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| Gründung | 1990 durch Bernhard Meuffels |
| Ansprechpartner | Bernhard Meuffels |
| Kontakt | B. Meuffels Alte Kirchstrasse 18 52441 Linnich-Rurdorf 0163 6591943 b.meuffels@t-online.de http://indienprojekte.de/ |
Der Sozialarbeiter Bernhard Meuffels organisiert seit bald 20 Jahren Spendengelder für Hilfsprojekte in zwei Kleinstädten des verarmten südindischen Bundesstaates Tamil Nadu. Der privat initiierte Spenderkreis arbeitet eng mit zwei Vereinen in Indien zusammen. Die Hilfe konzentriert sich nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" hauptsächlich auf ein Berufs-Ausbildungszentrum sowie eine Grundschule.
Bernhard Meuffels: Ich war 1990 auf einer Reise in Indien. Als ich zurück in Deutschland war, erfuhr ich, dass eine Frau, die ich in Indien kennen gelernt hatte, an Tuberkulose erkrankt war. Sie brauchte spezielle Medikamente aus Deutschland. Da habe ich hier herumgefragt und mehr Geld bekommen als eigentlich benötigt. Aus diesem Geld gab es dann eine Spende an ein Krankenhaus. Slumkliniken wurden mit Medikamenten versorgt.
Das Projekt ist eine Privatinitiative. Mit einem Spenderkreis unterstützen wir zwei indische Vereine: "Sadhana" in Kallakurichi und die "Gesellschaft für soziale Entwicklung" in Vettavalam. Die Ansprechpartner vor Ort sind Mitglieder dieser beiden Organisationen; Inder, mit denen ich in regelmäßigem Kontakt bin. Der Spenderkreis hier besteht aus rund 100 Personen - Freunden und Bekannten. Es ist keine offizielle Institution.
Die "Association" in Vettavalam unterstützt ein Ausbildungszentrum. Es gibt den Leuten dort die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen, etwa das Schneiderhandwerk oder Computertechnik.
Mit Spenden kann man zum Beispiel Computer anschaffen. Bei "Sadhana" wird eine
Grundschule unterstützt. Spendergelder fließen dann in Schulmobiliar oder auch in
Lehrergehälter.
Ich warte jeweils, bis genügend Geld beisammen ist. Ein bis zwei mal im Jahr
verschicke ich einen Rundbrief. Es hat auch schon ein Indienfest gegeben. Aber ich
mache das zurückhaltend, denn ich bin mir bewusst: Geld wird überall gebraucht.
Es gab eine spezielle Aktion in Südindien für die Dorfbewohner, wo Ärzte für ein bis zwei Tage in ein Dorf kamen. So konnten beispielsweise Augenkrankheiten behandelt werden. Die beiden Vereine in Südindien sprechen es jeweils mit mir ab, wofür die Spendergelder jeweils verwendet werden. Sie sind die besseren Fachleute.
Ich denke, es ist das Ausbildungszentrum der "Association" in Vettavalam. Es wurde zum Teil mit Geld von uns gebaut.
Eigentlich möchte ich so weitermachen wie bisher. Ich will nochmals einen grösseren Anlass, ein Indienfest organisieren. Dazu möchte ich nach neuen Wegen suchen, um Spenden zu bekommen.
Dass wir es schaffen, für eine regelmässige finanzielle Unterstützung und mehr Kontinuität zu sorgen. Das ist oft schwierig.
Schwerpunkt ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Es geht weniger um die Grundversorgung, sondern um Ausbildung. Die ist in Indien sehr notwendig.